Medizinische Themen für jeden verständlich und lebensnah darzustellen, das ist die Absicht der „Sonntagsvorlesungen“ im Gesundheitszentrum Wetterau.
Einmal monatlich stehen interessante Themen aus den Fachgebieten Innere Medizin, Spezielle Schmerztherapie, Chirurgie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Geriatrie auf der Tagesordnung. Die Vortragsreihe gibt allen Interessierten die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand und die Entwicklungen bei den angesprochenen medizinischen Problemen zu informieren. Bei jeder der ungefähr einstündigen Veranstaltungen ist eine Diskussion vorgesehen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, in einem persönlichen Gespräch mit dem Referenten themenbezogene Probleme direkt zu besprechen. Medizinische Kenntnisse werden dabei nicht vorausgesetzt. Wir laden Sie recht herzlich ein und wünschen Ihnen interessante Sonntagvormittage im GZW. Die Vorträge beginnen jeweils um 10.30 Uhr in der Kulturhalle der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (Johann-Peter-Schäfer-Str. 3, 61169 Friedberg).
Sonntag, 16. Mai:
Dr. Andreas Niedenthal, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Bürgerhospital Friedberg:
Gicht – Ursachen, Symptome und Therapie
Gicht ist eine erblich bedingte Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Der Harnsäurespiegel ist medikamentös
beeinflussbar, kann aber meistens schon durch entsprechende Ernährung wieder normalisiert werden. Unter anderem hierzu gibt Referent Dr. Andreas Niedenthal praktische Tipps.
Sonntag, 20. Juni:
Dr. Rolf Hildebrandt, Oberarzt Suchtstation der Klinik für Psychiatrie und Physiotherapie am Bürgerhospital Friedberg:
Der Qualifizierte Entzug
oder: Was bietet die Suchtstation Friedberg an?
Es soll eine kurze Einführung in die Möglichkeiten moderner Suchtbehandlung gegeben werden. Bei der Abhängigkeit von Alkohol, Tabletten und Drogen handelt es sich nicht um „Charakterschwäche“, sondern um chronische Erkrankungen. In der Akutphase kann diesen mit abgestuften körperlichen und psychotherapeutischen Therapiemaßnahmen auf der Suchtstation begegnet werden. Für den weiteren Verlauf werden ambulante, rehabilitative und begleitende Möglichkeiten aufgezeigt.
Sonntag, 19. September:
Volker Groß, Leitender Oberarzt der Abteilung Gynäkologie, Geburtshilfe und Senologie des GZW am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim:
Harninkontinenz – schicksalhaft oder heilbar?
Es ist ein Tabu-Thema: Der Begriff Harninkontinenz beschreibt den Verlust der Fähigkeit, die Harnblase kontrolliert zu entleeren. Frauen sind besonders häufig von diesem Phänomen betroffen. Infolge von Spontangeburten können bei ihnen die Haltebänder ebenso wie der Beckenboden überdehnt sein und erschlaffen. Im Vortrag werden Ursachen und Symptome erläutert und therapeutische Möglichkeiten aufgezeigt.
Sonntag, 31. Oktober:
Privatdozent Dr. Marcus Henze, Facharzt für Nuklearmedizin
Privatdozent Dr. Ingo K. Schumacher, Chefarzt der Klinik für Chirurgie am Bürgerhospital Friedberg:
Schilddrüsenerkrankungen – medikamentös oder operativ behandeln?
Die Schilddrüse, die Zentrale des menschlichen Hormonhaushalts, kann von einer Vielzahl von Krankheiten befallen werden. Vergrößerungen, Über- und Unterfunktionen sowie Entzündungen zählen ebenso dazu wie Krebserkrankungen. Im ersten Teil des Vortrags werden modernste Methoden der Diagnostik aufgezeigt. Der zweite Teil der Vorlesung befasst sich mit den Grundlagen für die Wahl der adäquaten Therapie. Zur Wahl stehen die konservative (medikamentöse) Behandlung sowie die operative Therapie, die bei bestimmten Krankheitsbildern zu empfehlen ist.
Sonntag, 21. November:
Dr. Stefan Löwenthal, Oberarzt der Abteilung für Chirurgie am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim:
Maßgeschneiderte Therapie des Leistenbruches und der Bauchwandbrüche
Der Leistenbruch und die Bauchwandhernie sind die häufigsten Erkrankungen, die zu einem Kontakt mit einem Chirurgen führen. In der Sonntagsvorlesung wird auf alle Verfahren der Versorgung eingegangen, inklusive der so genannten „Schlüssellochchirurgie“ (minimalinvasive Chirurgie) und ihrer Vorteile.
Sonntag, 12. Dezember:
Dr. Jörn Kuntsche, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am Bürgerhospital Friedberg:
Volkskrankheit Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist eine weit verbreitete Stoffwechselerkrankung. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren im Jahr 2006 in Deutschland acht Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, im laufenden Jahr sollen es bereits zehn Millionen sein. Übergewicht gilt als eine der wesentlichen Krankheitsursachen. Unbehandelt zieht der Diabetes schwerwiegende gesundheitliche Beeinträchtigungen wie zum Beispiel den so genannten „Diabetischen Fuß“ nach sich. Im Vortrag wird auf Symptome, Diagnose und Therapie eingegangen.
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