Kompetenzzentrum für Logopädie und Schluckstörungen (KLS)

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Schluckstörungen (Dysphagie) sind in den vergangenen Jahren zunehmend nicht nur als Folge, sondern als Ursache schwerwiegender Erkrankungen in den Fokus des medizinischen Interesses gerückt. So leidet etwa jeder zweite Schlaganfallpatient an Schluckstörungen, die häufig lebensbedrohliche Entzündungen der Atemwege nach sich ziehen. Diese so genannten Aspirationspneumonien stellen die häufigste Todesursache bei Schlaganfallpatienten dar. Zudem verursachen Dysphagien zahlreiche Sekundärkomplikationen, wie Flüssigkeitsmangel und Unterernährung.

Dysphagien finden sich auch bei zahlreichen Erkrankungen und kommen insbesondere im hohen Lebensalter gehäuft vor. Daher ist das Thema "Schluckstörung" nicht nur in der Schlaganfallmedizin, sondern auch im Rahmen der Intensivmedizin und in der Geriatrie von zunehmender Bedeutung. Das frühzeitige Erkennen und Behandeln von Schluckstörungen dient der Vorbeugung lebensbedrohlicher Sekundärkomplikationen und trägt maßgeblich zur Senkung der Krankenhaussterblichkeit und zur Verbesserung der Lebensqualität bei.

Das Kompetenzzentrum für Logopädie und Schluckstörungen wurde 2015 am Gesundheitszentrum Wetterau gegründet und hat folgende Aufgaben: